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Jahrgang 2014

In absteigender Reihenfolge

9 Artikel

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Der Jahrgang 2014

Der Blick in den Wein-Shop von Klaus Zimmerling ist hinsichtlich des Jahrgangs 2014 wirklich ernüchternd. Bis auf den Gewürztraminer alles ausgetrunken. Wie kommt´s? Ein Superjahrgang, der dem Winzer nur so aus den Händen gerissen wurde? Sagen wir mal so: es ist ein Jahrgang, der dem Winzer Klaus Zimmerling wohl lange nicht aus dem Kopf gehen wird.

Denn eigentlich ging alles ganz gut und sogar ein bisschen vor der Zeit los. Wie überall in der östlichsten deutschen Weinregion trieben die Reben auch auf dem königlichen sächsischen Weinberg in Pillnitz etwa zwei Wochen früher aus, als im langjährigen Durchschnitt. Doch dann kamen die verhängnisvollen Nächte des 2. und 3. Mai. Das Elbtal bei Pillnitz lief förmlich voll mit eiskalter Luft. Solch anhaltende und starke Nachtfröste hatte es hier lange nicht gegeben. Alle weit fortgeschritten ausgetriebenen Ruten an den Rebstöcken, die Klaus Zimmerling unterhalb vom Bergweg angepflanzt hatte, wurden Opfer dieser beiden extremen Frostnächte. Totalverlust auf reichlich zwei Hektar. Das schlägt natürlich ins Kontor und erklärt, warum der Jahrgang 2014 rein quantitativ ziemlich klein ausfiel. Das er von der Qualität her nicht enttäuschte, hing mit dem anschließenden ziemlich günstigen Witterungsverlauf zusammen, von dem die Reben oberhalb vom Bergweg, den Steillagen der Rysselkuppe, lange Zeit profitieren konnten.

Ab Ende Mai, Anfang Juni wuchs und gedieh dort alles unter sehr vorteilhaften Witterungsbedingungen. Ende Juni konnte der Winzer nach einer anfänglichen monatelangen Trockenheit auch in Sachen Niederschlag Entwarnung geben. Denn der Juni brachte mit 60 Litern Niederschlag pro Quadratmeter viel Feuchtigkeit. Zum Glück fielen diese Niederschläge in Pillnitz bei Klaus Zimmerlind auch nur in Form von Regentropfen. Die andernorts in Sachsen niedergegangenen Hagelkörner, die wiederum so manchen Winzerkollegen die Ernte im wahrsten Wortsinn verhagelte, blieben in Pillnitz glücklicherweise aus.

Ein schöner sommerlicher Witterungsverlauf im Juli und August lies auf gesunde und gut entwickelten Trauben und trotz der Frostschäden noch ausreichende Erträge und eine unkomplizierte Lese hoffen. Die begann, dem gesamtem vorgezogenen Witterungsverlauf entsprechend, mehr als eine Woche früher mit den frühen Sorten und ziemlich entspannt. Die Lese war gut, die Trauben hervorragend entwickelt und gesund.

Doch Mitte September wurde es dann plötzlich wieder ganz hektisch in Weinberg und Keller. Wegen heftiger Niederschläge und hoher Luftfeuchtigkeit mussten wie überall in Sachsen auch am königlichen Weinberg von Pillnitz die Lesetermine der mittel- und spätreifenden Sorten vorgezogen werden, um auch hier möglichst gesunde Trauben zu ernten. Tagelanger Regen bei warmen Temperaturen bereitete nicht nur Klaus Zimmerling Kopfzerbrechen. Um zu retten, was zu retten war, musste ganz schnell reagiert werden. Zum Glück verfügt der sächsische Winzer über ein eingespieltes, flexibles und über lange Jahre erfahrenes Team von Erntehelfern, die so kurzfristig reagieren konnten. Aus sämtlichen Trauben wurden so per Hand die verdorbenen Beeren ausgeschnitten. Logisch, dass damit die Erntemenge im Vergleich zu den durchschnittlichen Jahren weitaus geringer ausfiel. Anfang Oktober war wie bei den meisten sächsischen Weinbaubetrieben auch im Weingut Klaus Zimmerling die Lese der mittleren und spätreifen Sorten bereits abgeschlossen.

Aufgrund der sorgfältigen Lese ging das alles aber nicht zu Lasten der Qualitäten. Die Weine des Jahrgangs 2014 überzeugen mit ausgeprägten, sortentypischen Aromen und einer frischen Fruchtsäure und machen sehr viel Spaß im Glas. Wenn man sie noch zu kaufen bekommt.